Seebäderschiffe im Helgolanddienst
Meldungen aus dem 1. Halbjahr 2008

(Fahrplandaten der Reedereien ohne Gewähr)

 

18. Juni 2008 - Die "Wappen" der Zukunft ...

 

 

Inzwischen sind Zeichnungen veröffentlicht, die das genauere Aussehen der "Wappen von Hamburg" nach ihrem Umbau in Bremerhaven zum Luxusliner zeigen. Die abgebildete Zeichnung wurde mir freundlicher Weise von Dan Ackermann vom Seereisenportal (www.seereisenportal.de) zur Veröffentlichung überlassen.

 

Nach dem Umbau zum Kreuzfahrtschiff soll das ehemalige Flaggschiff der Helgoland-Flotte mit maximal 36 Personen in 18 Suiten und 60 Mann Besatzung durch die Weltmeere kreuzen. Einsatzschwerpunkte werden die Karibik und das Mittelmeer sein.

 

Dem Betrachter dürften sofort die veränderten Formen der Schornsteine ins Auge fallen. Der hintere Schornstein, der momentan demontiert ist, dürfte demnach seinen Weg zurück auf das Schiff finden. Allerdings wird er eingebettet in eine den Schornstein umfassende Konstruktion, so daß die charakteristische Rundung am unteren Ende nicht mehr zu sehen sein wird. Der hintere Schornstein lehnt sich damit an die Form an, wie man sie schon in ähnlicher Weise bei der ehemaligen "Helgoland", späteren "Baltic Star", jetzigen "Galapagos Legend" findet. Schnitter wird das Aussehen des Schiffes dadurch nicht. Gefälliger sind die Veränderungen im vorderen Schornstein-Bereich. Hier wird, wie man es z.B. schon bei der ehemaligen "Alten Liebe" und "Wilhelmshaven" praktiziert hat, ein Salon in der Schornstein-Attrappe eingerichtet.

 

Bei genauerer Betrachtung des Bildes fällt auch die veränderte Form des Hecks im Bereich zwischen dem Zwischen- und dem Promenadendeck auf. Es hat den Anschein, als würde durch Streckung des Promenadendecks das gesamte Schiff länger werden. Bei der "Wappen von Hamburg" war der hinterste Bereich des Promenadendecks nicht frei zugänglich und fast komplett vom darüberliegenden Bootsdeck abgedeckt. Nach dem Umbau scheint dieser verlängerte Bereich jedoch als Sonnendeck genutzt zu werden. Das Bootsdeck hat in etwa seine bisherige Länge, obwohl es durch das veränderte hintere Promenadendeck optisch kürzer wirkt. Die Brücken- und Kommandobrückendecks werden dagegen nach achtern verlängert.

 

Es kommen abweichende Rettungsboote zum Einsatz, die sich aber in etwa an den bisherigen Stellen wiederfinden. Die vom Hauptdeck abgehenden Helgoland-Pforten sind in der Zeichnung unverändert vorhanden. Die genau darüber liegenden Zugänge auf dem Promenadendeck werden allerdings zu Gunsten von Panoramafenstern geopfert. Auch zwischen diesen beiden ehemaligen Zugängen werden die Fenster auf größere Scheiben umgebaut. Dies ist der Bereich, in dem sich bei der "Wappen" ursprünglich die Lounge und das Steakhouse befunden haben. Letzteres wurde aber seit Ende der HADAG-Ära als solches nicht mehr benutzt, da es auf der kürzeren Cuxhaven-Route keinen Sinn mehr machte. Die Anordnung der übrigen Fenster bleibt weitgehend unverändert und könnte darauf hindeuten, daß die bisherige Aufteilung der Salons nicht komplett umgestellt wird.

 

Einen leicht veränderten Eindruck macht auch der Bug. Es sieht so aus, als würde der Bug etwas höher gezogen werden, als es bei der "Wappen von Hamburg" der Fall war. Dadurch wirkt der Bug wuchtiger und läuft spitzer zu. Der Kran ist erwartungsgemäß nicht mehr zu finden. Eine Modifikation erfahren auch die vorderen Bereiche der umlaufenden Freidecks unterhalb und vor der Kommandobrücke.

 

Noch ist der Zustand des Schiffes weit von der abgebildeten Zeichnung entfernt. Es werden demnach also noch umfangreiche Veränderungen auf das Schiff zukommen.

 

Nachfolgend Fotos vom aktuellen Zustand des Schiffes:

 

 

So präsentiert sich die "Wappen von Hamburg" im Juni 2008, also ein Jahr, nachdem sie auf ihrer letzten Fahrt von Cuxhaven zum Umbau nach Bremerhaven überführt worden war.

Die markanten Schornsteine wurden Anfang April entfernt. Zu diesem Zeitpunkt verschwand auch der hintere Bereich des Bootsdecks. Kurz darauf erfolgte die Verkleidung der dadurch freigelegten, offenen Bereiche mit Holzplatten. Seitdem sind äußerlich keine gravierenden Änderungen eingetreten. An kleineren Details ist aber doch immer wieder erkennbar, daß offenbar am Schiff gearbeitet wird. So wurden z.B. zwischenzeitlich die Backbordpforten auf dem Promenadendeck entfernt und durch eine Holzverkleidung ersetzt und auch die Anker samt Ketten fehlen nun.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links eine Detailaufnahme des besonders stark veränderten mittleren Bereichs des Schiffes. Auf der rückwärtigen Ansicht rechts ist besonders gut die Holzverkleidung auf den hinteren Decks sowie das verkürzte Bootsdeck erkennbar. Im Vordergrund liegt das ehemalige Rettungsboot Nr. 2.

 

 

Zusammenfassend kann man sagen, daß der Ablauf der Umbauarbeiten bisher dem oben in der Zeichnung abgebildeten, angestrebten Endzustand des Schiffes nicht widerspricht (z.B. Verkürzung Bootsdeck, Umbau Schornsteine, Entfernung Pforten Promenadendeck). Dies spricht momentan dafür, daß das Schiff wirklich einmal die in der Zeichnung abgebildete Gestalt annehmen wird. 

 

 

10. Juni 2008 - Helgoland-Tickets werden teurer

 

Das hohe Niveau der Kraftstoffpreise wirkt sich nun auch auf den Helgoland-Verkehr aus. Die FRS gibt bekannt, daß ab 11. Juni 2008 für alle Tickets ein Treibstoffzuschlag erhoben wird. Dieser beträgt beispielsweise für einen Erwachsenen 3,- EUR auf der Strecke Hamburg-Helgoland (Katamaran), 2,- EUR auf der Strecke Cuxhaven-Helgoland (Katamaran) und 1,- EUR bei Fahrt mit der "Atlantis" (jeweils Rückfahrtticket). Die anderen im Helgoland-Verkehr tätigen Reedereien (Eils, WHL und Rahder) haben noch keine Treibstoffzuschläge angekündigt.

 

 

Nachtrag vom 18. Juni 2008:

 

Die Reedereien Rahder und Eils haben in dieser Woche nachgezogen. Beide Reedereien verlangen auf der Strecke Büsum-Helgoland nun auch einen Dieselzuschlag von 1,- EUR für das Rückfahrtticket wie schon die FRS für ihre Seebäderschiff-Verbindung ab Cuxhaven.

  

 

2. Juni 2008 - Winterverkehr weiterhin gesichert

 

Während sich dieser Tage in ganz Deutschland das "Backofen-Wetter" ausgebreitet hat und das bisher konstant gute Frühlingswetter dieses Jahr plausibel nicht für mangelnden Touristen-Strom nach Helgoland verantwortlich gemacht werden kann, wird der Blick bereits wieder auf ungemütlichere Zeiten geworfen: Die Cuxhavener Nachrichten und das Hamburger Abendblatt berichten in Übereinstimmung, daß der defizitäre Winterverkehr erneut gesichert werden konnte, und zwar für zwei Jahre bis 2010. Die Reederei Cassen Eils hat mit der Insel Helgoland einen entsprechenden Vertrag mit der Option auf Verlängerung geschlossen. Die Inselgemeinde zahlt dafür einen Zuschuß von 125.000 EUR. (Im Jahr 2006 wurde der Betrag noch mit 100.000 EUR angegeben). Seitens der Insel hofft man nun auf Unterstützung durch die Landesregierung. Der Winterfahrplan wird im Vergleich zu den Vorjahren keine wesentlichen Änderungen erfahren.

 

In diesem Zusammenhang konnte die Reederei Cassen Eils noch mit einer Neuigkeit aufwarten: Die Seebäderschiffe "Atlantis" und "Funny Girl" werden noch in diesem Jahr einer technischen Verjüngungskur unterzogen. U. a. durch die Installation von Feuer-, Rauchmelde- und Sprinkleranlagen werden die aktuellen Auflagen von Germanischem Lloyd und Seeberufsgenossenschaft erfüllt. Ein noch längerer zukünftiger Einsatz beider Schiffe im Helgoland-Verkehr ist damit deutlich wahrscheinlicher geworden.

 

 

1. Mai 2008 - Ereignisse der letzten Wochen

 

Ohne große Überraschungen verliefen die Wochen bis zum Beginn der Hauptsaison am 1. Mai. Die "Atlantis" hatte den Cuxhaven-Dienst wie geplant am 14. April von der "Funny Girl" übernommen. Diese begab sich daraufhin zu ihrem jährlichen Werftaufenthalt nach Bremerhaven und nahm anschließend planmäßig am 26. April den Dienst ab Büsum auf. Hier war die "Lady von Büsum" schon über einen Monat aktiv, zeitgleich zur Betriebsaufnahme der "Atlantis" am 14. April lief die "Lady von Büsum" nun jedoch nicht mehr den Südhafen an, sondern wurde auf der Helgoländer Reede ausgebootet. Da die "Atlantis" unter Regie von Cassen Eils wie die "Funny Girl" zuvor noch den Südhafen ansteuerte, blieb die "Lady" bis zur Betriebsaufname der "Funny Girl" ab Büsum am 26. April das einzige Schiff auf der Reede. Ob sich dies bei z.T. unter 100 Fahrgästen gelohnt hat, könnte man diskutieren. Ab 1. Mai fährt die "Atlantis" wieder unter Regie der FRS und wird seitdem auch auf der Reede ausgebootet. Ein ähnliches Hin und Her wie im letzten Jahr aufgrund des fehlenden Ladekrans dürfte uns damit in diesem Jahr wohl erspart bleiben. Fehlt noch die "Helgoland" ab Wilhelmshaven, die erst am 22. Mai in die Helgoland-Saison startet. Vorher findet eine Überführungsfahrt statt: Am 17. Mai fährt das Schiff von Emden nach Wilhelmshaven. Die Abfahrt von Emden Außenhafen erfolgt um 9:00 Uhr.

 

Inzwischen stehen auch die Hooksiel-Termine für M/S Helgoland fest:

 

Juni: Fr, 27.

Juli: Fr, 11.; Fr, 25.

August: Fr, 08.; Mi, 27.

September: Di, 09.

 

Die Abfahrt ist um 9:30 Uhr in Hooksiel, an diesen Tagen erfolgt um 9:00 Uhr KEINE Abfahrt in Wilhelmshaven. Es gibt jedoch um 9:00 Uhr einen Buszubringer von Wilhelmshaven nach Hooksiel.

 

Zum Saisonauftakt am 1. Mai erreichten mich nachträglich Bilder von Thomas Diester:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Foto links zeigt die über die Toppen geflaggte "Funny Girl" einlaufend Büsum. Rechts die "Atlantis", die zum Saisonauftakt ihren Liegeplatz im Südhafen planmäßig gegen einen Platz auf der Helgoländer Reede tauschte.  

 

 

 

6. April 2008 - "Wappen" ohne Schornsteine

 

 

Bei der in Bremerhaven im Umbau befindlichen ehemaligen "Wappen von Hamburg" geht es dem Schiff äußerlich jetzt gehörig an den Kragen. Bisher waren die aufwendigsten Außenarbeiten im Bereich der Rettungsboote eher unauffällig durchgeführt worden, doch nun wurde die gesamte hintere Schornsteinpartie entfernt, so daß quasi nur noch ein halbes Schiff zurückblieb. Bei der "Wappen von Hamburg" waren die Schornsteine mehr als nur notwendige Abgasrohre. Vielmehr war es gelungen, die markanten Abgaspfosten optisch attraktiv in den Aufbau des Schiffes zu integrieren. Sie verliehen der "Wappen" geradezu ihre besondere Silhouette.

 

Cai Rönnau, der mir auch oben stehendes Foto zur Verfügung gestellt hat, berichtet, daß die Schornsteine sehr sorgfältig aus den Aufbauten herausgeflext und behutsam auf der Kaimauer abgelegt wurden. Dies könnte die Möglichkeit eröffnen, daß den Schornsteinen der Weg in den Hochofen erspart bleibt. Ein Erklärungsansatz wäre, daß man sich durch die Entfernung der Abgaspfosten einen Zugang zur Maschinenanlage schaffen möchte und nach deren Austausch die Schornsteine wieder auf dem Schiff montiert werden. Bisher war immer wieder zu lesen, daß das äußere Erscheinungsbild auch nach dem Umbau größtenteils unverändert bleiben soll. Ohne die charakteristischen Abgaspfosten wäre dies mit Sicherheit aber nicht der Fall. Der optische Eindruck des Schiffes ist in der jetzigen Form jedenfalls schockierend, und so bleibt zu hoffen, daß die Abgaspfosten im Zuge der Umbaumaßnahmen doch irgendwann ihren Weg zurück auf das Schiff finden werden.

 

 

Nachtrag vom 12.04.2008:

 

Inzwischen haben mich einige Detailaufnahmen der entfernten Schornsteinsteine von Markus Elling erreicht, die ich an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die sauber vom Schiff abgetrennten Abgaspfosten wurden, wie bereits oben erwähnt, auf der angrenzenden Kaimauer abgelegt (oben). Während die vordere Hälfte des Schiffes noch relativ wenig Änderungen erfahren hat, wurde die Heckpartie bereits intensiv bearbeitet (unten).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27. März 2008 - Zu viele Helfer

 

Am 18. und 19. April 2008 soll im Rahmen eines Aktionstages die durch den Orkan "Tilo" am 9. November 2007 schwer in Mitleidenschaft gezogene Helgoländer Düne mit Unterstützung von freiwilligen Helfern vor weiteren Sandabbrüchen geschützt werden. Dazu sollen Sand aufgetragen, Büsche gesetzt und Strandhafer gepflanzt werden. Die Anzahl der Freiwilligen mußte auf 100 begrenzt werden, da die kostenlosen Übernachtungskapazitäten auf der Insel erschöpft sind. Die Zahl der Interessenten hatte deutlich höher gelegen, zahlreichen potentiellen Freiwilligen mußte abgesagt werden.

 

Die Reedereien unterstützen diese Aktion und befördern die freiwilligen Helfer von Hamburg, Wedel, Cuxhaven und Büsum kostenlos nach Helgoland.

 

 

Ostern 2008 - Wie gut, daß es die "Funny" gibt ...

 

... das wird sich sicherlich manch Helgolandreisender, der über die Osterfeiertage die Insel erreichen wollte, gedacht haben. Was sich Petrus bezüglich des Osterwetters gedacht hat, ist dagegen nicht überliefert. Vielleicht wenn schon keine weiße Weihnacht, dann wenigstens weiße Ostern. So hatten die Meteorologen für die Feiertage frostige Temperaturen mit ergiebigem Schneefall bis ins Flachland angekündigt. Am Ostersamstag kam dann auch noch Sturm hinzu, so daß die Fahrpläne ins Schlingern gerieten und die Fahrt des "Halunder Jet" für den Samstag bereits am Vortag abgesagt wurde. Fahrgäste sollten nach Angabe der FRS ersatzweise "wettererlaubend" die "Funny Girl" ab Cuxhaven benutzen. Diese machte sich dann auch trotz widriger Wetterbedingungen auf den Weg zur Insel. Die "Lady von Büsum" mußte allerdings an diesem Tag ihre Fahrt von der Meldorfer Bucht absagen. Am Ostersonntag ließ der Sturm nach und bei blauem Himmel strahlte die Sonne vom Himmel, allerdings bei ziemlich frostigen Temperaturen. Wer also an diesem Tag Ostereier im Garten suchen wollte, dem waren gute Handschuhe anzuraten. Dies galt auch für Helgolandreisende, die Ostersonntag in Cuxhaven am Anleger auf den "Halunder Jet" warteten. Um es vorweg zu nehmen: Sie warteten auch an diesem Tag vergeblich! Aufgrund eines technischen Defekts hatte der Katamaran den Hamburger Hafen am Morgen nicht verlassen. Offiziell nicht bestätigten Meldungen zur Folge hatten die unerwartet tiefen Temperaturen der Antriebstechnik derart zugesetzt, daß ein Auslaufen in Hamburg nicht möglich war. Die "Funny Girl" hatte hingegen auch am Ostersonntag die Stadt an der Elbmündung pünktlich (10:30 Uhr) verlassen und war auf Kurs Helgoland. Reisende, die erst nach 10:30 Uhr am Anleger eintrafen, um den "Halunder Jet" um 11:30 Uhr zu benutzen, hatten also keine Möglichkeit mehr, auf die "Funny Girl" auszuweichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Helgoland-Anleger an der Alten Liebe in Cuxhaven am Ostersonntag um 11:30 Uhr (links). Planmäßig hätte zu diesem Zeitpunkt die Abfahrt des "Halunder Jet" erfolgen sollen, doch der Anleger blieb leer. Über einen eher unauffälligen Informations-Zettel am Kassenhäuschen der FRS wurden die Fahrgäste über den technischen Defekt des "Halunder Jet" und den daraus resultierenden Fahrtausfall in Kenntnis gesetzt (rechts). 

 

Natürlich muß man das Wetter so nehmen wie es kommt und technische Gerätschaften, zu denen auch hochmoderne Katamarane zählen, haben die Eigenschaft, gegen die Tücken der Technik nicht immer immun zu sein. Letztendlich ist es für den Helgoland-Urlauber jedoch müßig, sich mit den Hintergründen der Fahrtausfälle zu befassen. Ihn dürfte vorrangig interessieren, wie er zuverlässig auf die Insel kommt. So gesehen kommt der Ausfall zum Osterfest nur zwei Tage nach dem Saisonstart des "Halunder Jet" denkbar ungünstig. Man kann natürlich argumentieren, warum es deswegen überhaupt zu Aufregungen kommt. Früher ist zu Ostern schließlich auch nur die "Seute Deern" gefahren. Das ist richtig, nur war zu dieser Zeit das konventionelle Seebäderschiff unumstritten als Transportmittel auf dem Weg zum Roten Felsen. Durch die Konkurrenz der Schnellfähren wird der Einsatz der Seebäderschiffe in jüngster Zeit zunehmend in Frage gestellt. Das hohe Alter der Seebäderschiffe und durch europäische Richtlinien erforderliche Umbaumaßnahmen erschweren die Situation zusätzlich. Daher stellt sich die Frage, wie der Helgolandverkehr aussieht, wenn auch für die letzten jetzt noch in Betrieb befindlichen Seebäderschiffe die Uhr abgelaufen ist. Die letzten Tage haben erneut gezeigt, wie prekär die Situation werden kann, wenn man ausschließlich auf Schnellfähren setzt. Der Besucherrückgang auf Helgoland in den letzten Jahren ist signifikant. Um diesem Trend entgegenzuwirken, versucht man z.B. auch außerhalb der Hochsaison zunehmend Gäste anzuziehen, wozu sich Ostern anbieten würde. Nur dazu muß man die Insel auch erreichen ... Kaum sind die sinkenden Gästezahlen der letzten Saison zur Statistik gelegt worden und es wird mit Optimismus auf die kommende Saison geblickt, da scheint einen die Wirklichkeit quasi zum Saison-Auftakt schon wieder eingeholt zu haben. Das Fazit für die diesjährigen Osterfeiertage lautet jedenfalls: 2:0 für die "Funny Girl".

 

 

 

 

Nach der Absage des "Halunder Jet" am Ostersamstag hatte die FRS kurzzeitig die konventionelle Verbindung mit M/S Atlantis als Ausweichoption benannt. Das war überraschend, da bis zum Karfreitag noch die "Funny Girl" auf dieser Route verkehrte. Wenig später wurde die Aussage jedoch korrigiert und doch die "Funny Girl" als Ersatz aufgeführt. Die "Atlantis" (Foto oben) lag über die Ostertage zwar auch in Cuxhaven, war jedoch noch nicht einsatzbereit, da die Vorbereitungsarbeiten für die kommende Saison im und am Schiff noch in vollem Gange waren. Äußerlich ist dies unter anderem an fehlenden Rettungsmitteln erkennbar.  

 

 

 

 

Unweit der "Atlantis" lag über die Ostertage auch die "Kloar Kimming" im Fischereihafen in Cuxhaven. Für das Schiff scheint es nach dem erfolglosen Einsatz auf der Bremerhaven-Route keine Zukunft im Helgolandverkehr zu geben. So ist ein Einsatz in der bevorstehenden Saison nicht vorgesehen, obwohl mehr Verbindungen denn je vakant sind, insbesondere von den nord- und ostfriesischen Inseln. Das Foto oben zeigt die "Kloar Kimming" an der Stelle, an der bis zum 14. Juni 2007 die "Wappen von Hamburg" gelegen hatte. Offenbar handelt es sich hier um einen Liegeplatz für ausrangierte Helgoland-Schiffe. Links im Hintergrund ist die "Atlantis" zu erkennen.

 

 

 

23. März 2008 - Wappen-Umbau schreitet voran

 

Der Umbau der ehemaligen "Wappen von Hamburg" in Bremerhaven hat inzwischen begonnen. Wie bereits berichtet, wurde das Schiff dazu am 22. November 2007 im Fischereihafen vom Westkai an die Herwigstraße an die andere Seite des Hafenbeckens verlagert. Die Brücke der "Wappen" befindet sich genau in Höhe Herwigstraße / Ecke Hochseestraße. Zu den im Februar 2008 begonnenen Umbauarbeiten wurde das Schiff großflächig mit einem Zaun aus Holz und Metall abgeriegelt, so daß ein direkter Zugang zum Schiff nicht mehr möglich ist. Es konnte beobachtet werden, wie große Mengen des alten Inventars in Containern entsorgt wurden. Das nachfolgende Foto zeigt den Zustand des Schiffes am 23.03.2008. 

 

 

Rein äußerlich ist die elegante Silhouette des Schiffes bisher noch immer erhalten geblieben. Die Umbaumaßnahmen konzentrieren sich derzeit aber auf Demontagearbeiten. Nach und nach werden immer mehr Bauteile am Schiff entfernt, was den optischen Eindruck des Schiffes nicht gerade verbessert und was, angesichts der Tatsache, wie gern man mit diesem Schiff gefahren ist, auch ziemlich weh tut. So wurde inzwischen z.B. der auffällige Windfang mit den beiden ovalen Fenstern demontiert, der den hinteren Teil des Bootsdecks vom seitlichen Deck abgrenzte (im obigen Foto über dem drittletzten Fenster des Promenadendecks). Noch auffälliger ist die gesamte Entfernung der Rettungseinrichtungen mittschiffs auf dem Boots- und Brückendeck. Das rechte Foto zeigt eine Detailaufnahme dieses Bereiches. Auch der erst nachträglich errichtete Unterstand bei der Bootsdeck-Schenke, der das Schiff nicht hübscher machte, wurde entfernt. Andere Bereiche blieben erstaunlich unangetastet. So zieren die überlackierten Seetouristik-Logos z.B. immer noch zu beiden Seiten die Abgasrohre des Schiffes, und auch die weiß gestrichene Leuchttafel mit dem Schiffsnamen auf dem Kommandobrückendeck ist immer noch vorhanden. Sogar das Wappen der Stadt Hamburg erstrahlt immer noch am Bug des Schiffes. Entfernt wurde dagegen das Werftschild der Howaldtswerke Hamburg A.-G. mit der Baunummer 973 vorne auf dem Bootsdeck. Auf der Steuerbordseite, die sich derzeit an der Kaimauer befindet, wurde mit Ausnahme des Vorschiffes fast über die gesamte Länge des Schiffes ein Gerüst befestigt, so daß Arbeiten am Schiffsrumpf möglich sind. Diesen Zustand verdeutlicht das Foto links. Auf den oberen Freidecks wurden zu beiden Seiten die Geländer weitläufig entfernt und z.T. durch provisorische Holzabsperrungen oder Flatterleinen ersetzt. Weiterhin laufen auf den oberen Decks sehr geräuschintensive Entlüftungsmaschinen, die vermutlich mit der Entfernung von asbesthaltigem Material im Innenraum des Schiffes zusammenhängen. An der Holzabsperrung weist eine Informationstafel der "Mercator Shipping Corporation" auf die Baustellenordung und das Bauvorhaben hin. Das Bauvorhaben wird angegeben mit den Worten "Sanierung und Umbau Mercator II". Zum Zeitpunkt der Aufnahmen ruhten die Umbaumaßnahmen, was angesichts der Tatsache, daß es sich um den Ostersonntag gehandelt hat, aber wohl auch nicht verwundern darf.

 

 

 

15. März 2008 - Schiffsverbindungen weiterhin rückläufig

 

Wer die auf der Helgolander Landungsbrücke aufgezogenen Flaggen etwas genauer unter die Lupe nimmt, wird feststellen, daß die Flagge der Deutschen Bahn dort traditionell vertreten ist, obwohl, und das wird die Wenigsten überraschen, man auf dem Roten Felsen auf einen Zug ziemlich lange warten kann. Um dies zu verstehen lohnt ein kurzer Exkurs in die deutsche Geschichte: Als einzige der sieben ostfriesischen Inseln gehörte Wangerooge nicht zu Ostfriesland, sondern zum Großherzogtum Oldenburg, ein selbständiger Kleinstaat im Deutschen Reich. Dies hatte zur Folge, daß die Inselbahn und die Schiffsanbindung Wangerooges entgegen den anderen ostfriesischen Inseln mit staatlicher Unterstützung gefördert wurden. Der staatliche Besitz ist bis heute erhalten geblieben und die Inselbahn sowie der Schiffsverkehr liegen unverändert in der Hand der Deutschen Bahn, genauer gesagt in einer 100%igen Tochtergesellschaft der DB. Unter dieser Regie wird nicht nur der Liniendienst von Harlesiel nach Wangerooge durchgeführt, sondern auch der saisonale Ausflugsverkehr nach Helgoland. So erklärt sich die Flagge der DB auf Deutschlands Hochseeinsel.  

 

Ab der Saison 2008 wird die Flagge der Deutschen Bahn jedoch nicht mehr auf Helgoland wehen, denn die Schiffahrt und Inselbahn Wangerooge hat entschieden, sich auf ihr Haupteinsatzgebiet zwischen dem Festland und Wangerooge zu konzentrieren. Die Fahrten zwischen Wangerooge und Helgoland mit M/S Harlingerland werden, wie mir die zuständige DB AutoZug GmbH inzwischen schriftlich bestätigte, ersatzlos eingestellt.

 

Damit verliert Helgoland erneut eine traditionelle Schiffsverbindung. Nach Einstellung aller anderen Verbindungen von den nord- und ostfriesischen Inseln oder Umstellung auf Schnellschiffe (Borkum, Norderney) schien Wangerooge die letzte Bastion einer ausschließlich für Tagesausflügler mit klassischem Seebäderschiff konzipierten Verbindung zu werden. Doch auch damit ist es nun vorbei. Nimmt man einmal an, daß bei 12 durchgeführten Fahrten 250 Fahrgäste an Bord sind, so gelangt man vorsichtig geschätzt auf ca. 3.000 Fahrgäste, die Helgoland in dieser Saison zusätzlich fehlen werden. Die DB AutoZug nennt als Alternative die Verbindung mit M/S Helgoland ab Wilhelmshaven. Dies mag für den Küstenurlauber im Raum Harlesiel noch zutreffen, für Urlauber auf Wangerooge zweifle ich daran.   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer mit der Deutschen Bahn reist, kann erfahrungsgemäß so einiges erleben. Ausgerechnet abseits ihres Hauptbetätigungsfeldes machte die Sparte der Wangerooger Inselbahn eine positive Ausnahme. Die Schiffe zeichneten sich im Helgoland-Dienst durch Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Beständigkeit aus. In den vergangenen Jahrzehnten gab es nur einen Schiffswechsel, und zwar zwischen der Saison 1984/85: Die alte M/S Wangerooge (links im Vordergrund) liegt im Jahr 1980 mit der inzwischen auch aus dem Helgoland-Dienst ausgemusterten M/S Wilhelmshaven auf der Helgoländer Reede. Nach ihrer Außerdienststellung folgte ihr im Helgoland-Verkehr in der Saison 1985 nicht der gleichnamige Neubau, den die DB grundsätzlich nur auf der Strecke Harlesiel-Wangerooge einsetzt, sondern die ebenfalls deutlich jüngere M/S Harlingerland (rechts). Diese fuhr bis zuletzt neben ihrer Stammstrecke Harlesiel-Wangerooge auch auf der Helgoland-Route. Wie man sieht, haben sich im Laufe der Jahre nicht nur die Schiffe im Helgolandverkehr verändert, sondern auch die Qualität meiner Fotokameras, letztere sogar positiv...

 

Fahrplanauszug für die Verbindung Wangerooge - Helgoland aus dem Helgoländer Gastgeberverzeichnis 1981 (rechts). Dort wurden zwei Abfahrten wöchentlich ausgewiesen. Ganz so häufig fuhr das Schiff von Wangerooge in der Endphase nicht mehr. Die allgemein rückläufige Fahrgastresonanz im Helgoland-Verkehr machte auch vor der Wangerooge-Verbindung nicht halt. Zuletzt waren es durchschnittlich vier Abfahrten pro Monat, wobei in der Regel in der Hochsaison auf eine Woche mit zwei Abfahrten eine Woche ohne Abfahrten folgte und umgekehrt.

 

 

 

 

29. Februar 2008 - Genaue Zahlen für 2007 veröffentlicht

 

Die Gemeinde Helgoland hat durch ihren neuen Tourismus-Chef Klaus Furtmeier genaue Gästezahlen für das Jahr 2007 bekanntgegeben. Demnach mußte die Insel gegen den Landestrend Schleswig-Holsteins drastische Einbußen hinnehmen. Die Zahl der Tages- und Übernachtungsgäste sank in der Addition auf 334.000 Personen. Dies entspricht einem Minus von 23,2%. Die Zahl der Übernachtungen ging von 209.000 auf 202.000 zurück.

 

Als Hauptursache für den Gästeschwund wird auf der Insel gemeinhin der stürmische Sommer angesehen, der in der letzten Saison den überdurchschnittlich hohen Ausfall von Schiffsverbindungen zur Folge hatte. Daß meiner Meinung nach nicht nur das Wetter hierfür verantwortlich ist, sondern die Umstrukturierung der Helgoland-Flotte die Zuverlässigkeit der Schiffsanbindung negativ beeinflußt hat, wurde an dieser Stelle bereits mehrfach erörtert.

 

Auf Helgoland hofft man für die bevorstehende Saison auf besseres Wetter und blickt aufgrund zahlreicher neuer Projekte optimistisch auf die kommenden Monate.

 

 

24. Februar 2008 - Winterzeit = Werftzeit

 

Die Zeit außerhalb der Helgoland-Saison wird von den Reedereien regelmäßig dazu genutzt, die Schiffe für die nächste Saison zu überholen und vorzubereiten. So gibt z.B. die FRS dieser Tage bekannt, daß sich ihr HSC Halunder Jet zwischen dem 20. und 29. Februar 2008 in der Bremerhavener Bredo Werft befindet. Während der Werftliegezeit erfolgt die Klassenerneuerung durch den Germanischen Lloyd. In diesem Zuge werden auch der Rumpf, die Aggregate, die Wasserjet-Antriebe, und die gesamte Sicherheitsausrüstung gewartet. Der Unterwasserbereich des Katamarans erhält zudem einen komplett neuen Anstrich.  Vor der Eindockung stand am 19. Februar noch eine Übung mit der Evakuierungsanlage auf dem Programm.

 

Beim Hinweis auf das alljährliche Check up bezeichnet die FRS auf ihrer Homepage den "Halunder Jet" als den größten und schnellsten Katamaran in der Deutschen Bucht. Der größte dürfte es sein, wenn es um die Schnelligkeit geht, hege ich zumindest Zweifel. Ich glaube nicht, daß der "Halunder Jet" und der HSC Polarstern der AG Ems diese Frage jemals in einem direkten Duell beantwortet haben, zumindest der Papierform nach hat aber der "Polarstern"  mit 40 Knoten gegenüber dem "Halunder Jet" mit 36,5 Knoten die Nase vorne. Allerdings muß man feststellen, daß der "Polarstern" mit nur 21 Helgoland-Fahrten in der gesamten Saison im Vergleich zum zwischen März und Oktober täglich verkehrenden "Halunder Jet" eher ein Zaungast in der Deutschen Bucht ist und sich sein Hauptseinsatzbiet zwischen Emden und Borkum befindet.

 

Die Helgoland-Saison für den "Halunder Jet" beginnt in diesem Jahr am 20. März, also am Gründonnerstag vor dem dieses Jahr sehr früh liegenden Osterfest.

 

 

30. Januar 2008 - Ausblick und Fahrpläne für 2008

 

Nachfolgend finden sich Fahrplanangaben für die Sommersaison 2008. Noch bis zum 24.02.2008 gilt der reduzierte Winterfahrplan der Reederei Cassen Eils ab Cuxhaven. Danach wird wieder eine tägliche Verbindung von der Elbmündung angeboten. Am 1. Mai startet traditionell die Sommersaison, jedoch werden einige Verbindungen schon Mitte März aufgenommen, andere erst Ende Mai. Wie bereits mehrfach auf dieser Seite erwähnt, ist die direkte Bremerhaven-Verbindung 2008 nicht mehr im Programm.

 

Hamburg - Wedel - Cuxhaven - Helgoland mit Katamaran HSC Halunder Jet

 

Täglich vom 20.03. bis 26.10.2008

 

Hamburg ab 09:00 Uhr

Wedel ab 09:40 Uhr

Cuxhaven ab 11:30 Uhr

Helgoland an ca. 12:45 Uhr

 

Helgoland ab 16:30 Uhr

Cuxhaven an ca. 17:45 Uhr

Wedel an ca. 19:30 Uhr

Hamburg an ca. 20:15 Uhr

 

 

Zusatzfahrten Cuxhaven - Helgoland (Mittagstour):

 

Termine:

 

 

Cuxhaven - Helgoland mit Seebäderschiff  M/S Atlantis

 

Täglich vom 01.05. bis 30.09.2008

 

Cuxhaven ab 10:30 Uhr

Helgoland an ca. 12:40 Uhr

 

Helgoland ab 16:20 Uhr

Cuxhaven an ca. 18:30 Uhr

 

 

Sonderfahrt zum Helgoländer Inselfest am Sa, 12. Juli:

 

Cuxhaven ab 19:00 Uhr

Helgoland an ca. 21:10 Uhr

 

Helgoland ab 24:00 Uhr

Cuxhaven an ca. 02:10 Uhr

 

 

 

Bremerhaven - Helgoland mit Buszubringer nach Cuxhaven

 

KEINE Direktverbindung im Jahr 2008.

Täglich vom 01.05. bis 30.09.2008

Buszubringer zur M/S Atlantis nach Cuxhaven (s.o.):

 

Bremerhaven ab 09:15 Uhr

Cuxhaven an 10:00 Uhr

 

Cuxhaven ab 19:00 Uhr

Bremerhaven an ca. 19:45 Uhr

 

 

 

Büsum - Helgoland mit Seebäderschiff  M/S Funny Girl

 

 

 

 

Täglich vom 26.04. bis 06.10.2008

 

Büsum ab 09:30 Uhr

Helgoland an 12:00 Uhr

 

Helgoland ab 16:00 Uhr

Büsum an 18:30 Uhr

 

 

 

 

 

 

Wilhelmshaven - Helgoland mit Seebäderschiff  M/S Helgoland

 

Täglich vom 22.05. bis 30.09.2008

 

Wilhelmshaven ab 09:00 Uhr

Helgoland an ca. 12:00 Uhr

 

Helgoland ab 16:00 Uhr

Wilhelmshaven an ca. 19:15 Uhr

 

In der Saison 2007 wurden Mittwochs zeitweise Testfahrten ab Hooksiel in das Programm genommen. Für 2008 liegen mir diesbezüglich keine Angaben vor.

 

 

 

Büsum - Helgoland mit Seebäderschiff  M/S Lady von Büsum

 

Täglich außer Montags vom 15.03. bis 29.10.2008

 

Büsum ab 09:15 Uhr

Helgoland an 12:15 Uhr

 

Helgoland ab 15:45 Uhr

Büsum an 18:45 Uhr

 

Sonderfahrt am 24.03.2008 (Ostermontag),

Fahrplan wie oben.

 

 

 

 

Emden - Borkum - Norderney - Helgoland mit Katamaran HSC Polarstern

Emden - Eemshaven - Norderney - Helgoland mit Katamaran HSC Polarstern

 

Über die Saison wechselnder Fahrplan.

 

Verkehrstage:

 

Mai: 14., 21., 26.

Juni: 09., 23., 30.

Juli: 07., 14.*, 16., 23., 28.*, 30.

August: 04., 06., 13.*, 20., 26., 28.

September: 03., 11.*, 18.

 

* Fahrt über Eemshaven, Borkum wird nicht bedient

 

Abfahrt Emden Außenhfn.: 08:30 Uhr im Juli und August sowie am 11.09. (*), 08:00 Uhr alle anderen Termine

Abfahrt Borkum Bf.: 09:30 Uhr im Juli und August, 09:00 Uhr andere Monate, nicht am 14.07., 28.07., 13.08., 11.09. (*)

Abfahrt Eemshaven: 09:30 Uhr, nur 14.07., 28.07., 13.08., 11.09. (*)

Abfahrt Norderney: 11:30 Uhr im Juli und August sowie am 11.09. (*), 11:00 Uhr alle anderen Termine

Ankunft Helgoland: 13:00 Uhr im Juli und August sowie am 11.09. (*), 12:30 Uhr alle anderen Termine

 

Abfahrt Helgoland: 17:15 Uhr im Juli und August sowie am 11.09. (*), 16:15 Uhr alle anderen Termine

Ankunft Norderney: 18:45 Uhr im Juli und August sowie am 11.09. (*), 17:45 Uhr alle anderen Termine

Ankunft Borkum Bf.: 20:25 Uhr im Juli und August, 19:25 Uhr andere Monate, nicht am 14.07., 28.07., 13.08., 11.09. (*)

Ankunft Eemshaven: 20:25 Uhr, nur 14.07., 28.07., 13.08., 11.09. (*)

Ankunft Emden Außenhfn.: 21:30 Uhr im Juli und August sowie am 11.09. (*), 20:30 Uhr alle anderen Termine

 

 

 

Harlesiel - Wangerooge - Helgoland mit Seebäderschiff  M/S Harlingerland

 

 

Vorgesehen sind bis zu vier Fahrten pro Monat zwischen Mitte April und Anfang Oktober.

 

 

Der genaue Fahrplan wird von der zuständigen DB Autozug im Frühjahr 2008 veröffentlicht.

 

 

Nachtrag vom 15.03.2008:

 

Entgegen ursprünglicher Meldungen werden die Fahrten von Harlesiel und Wangerooge nach Helgoland mit M/S Harlingerland ab der Saison 2008 ersatzlos gestrichen.

 

 

 

Keine Direktverbindungen in der Saison 2008

 

 

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

 

Gravierenste Veränderung ist der Wegfall der Direktverbindung aus Bremerhaven, die nach den Angebotsverschlechterungen der letzten Jahre einen derart hohen Fahrgastschwund zu verzeichnen hatte, daß ein Fortbestand nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte. Alternativ wird dieses Jahr ein Buszubringer von Bremerhaven nach Cuxhaven mit Anschluß an die "Atlantis" angeboten, in Gegenrichtung analog. Ferner ins Auge springt der dieses Jahr sehr späte Saisoneinstieg der "Funny Girl" ab Büsum, was aber wohl in erster Linie eine Folge des sehr frühen Osterfestes sein dürfte. In der Regel nimmt die "Funny Girl" das Ostergeschäft ab Büsum zum Saisonauftakt bereits mit, der Ostersonntag fällt aber in diesem Jahr schon auf den 23. März. Hier lohnt sich ein Betrieb mit der "Funny Girl" ab Büsum vielleicht noch nicht, und außerdem müßte man sonst zu diesem Zeitpunkt auch schon die "Atlantis" ab Cuxhaven einsetzten, um die "Funny Girl" für den Büsum-Dienst freizusetzen. Zum Osterfest besteht jedoch trotzdem eine Verbindung ab Büsum, denn Reederei Rahder steigt mit ihrer "Lady von Büsum" schon am 15. März in die Saison ein.

 

Die weiteren Veränderungen sind eher unauffällig. Bei den Haupttouren des "Halunder Jet" gibt es gar keine Änderungen, die Mittagstouren wurden in ihrer Anzahl leicht reduziert und den veränderlichen Feiertagen angepaßt. Auch der Fahrplan der "Atlantis" ist konstant. Am 12. Juli versucht man auch dieses Jahr wieder eine Sonderfahrt zum Helgoländer Inselfest, nachdem die Tour im letzten Jahr der Witterung zum Opfer fiel. Der 12. Juli fällt dieses Jahr auf einen Samstag, so daß das Inselfest mal wieder am eigentlichen Festtag gefeiert wird und nicht - wie zuletzt häufig praktiziert - am Wochenende davor oder danach. Bei der Wilhelmshaven-Verbindung mit M/S Helgoland gab es in der Vergangenen Saison einige planmäßige Ausfalltage an Montagen und Dienstagen. Dieses Jahr sind keine planmäßigen Ausfalltage angesetzt. Die im letzten Jahr sporadisch durchgeführten Hooksiel-Fahrten finden sich noch nicht im Fahrplan, wurden aber im letzten Jahr erst kurzfristig ins Programm genommen, so daß hier noch Anpassungen erwartet werden können. Die "Lady von Büsum" verkehrt unverändert wieder an sechs Tagen in der Woche. Beim "Polarstern" ergeben sich gegenüber 2007 geringfügige Verschiebungen bei den morgendlichen Abfahrtszeiten in Emden und Eemshaven, die anderen Häfen sind nicht betroffen. Für die Wangerooge-Verbindung liegt noch kein endgültiger Fahrplan vor, Überraschungen sind hier nicht zu erwarten. Dagegen ist die Spiekeroog-Verbindung mit M/S Spiekeroog II (im Jahr 2007 nur eine Fahrt) aller Voraussicht nach Geschichte. Auch ab Langeoog, den nordfriesischen Inseln, der Küste nördlich von Büsum und ab Dänemark sind im Jahr 2008 keine Fahrten zu erwarten.

 

 

 

Saison-Ausblick

 

Im letzten Jahr ging die Zahl der Tagesbesucher deutlich auf ca. 310.000 zurück. Die Streichung der Bremerhaven-Verbindung scheint den Trend für 2008 vorzugeben, nämlich daß mit weiteren Verlusten zu rechnen ist. Über die Rahmenbedingungen, unter denen diese Verbindung, insbesondere im Jahr 2007, abgewickelt wurde, ist auf dieser Seite schon genug gesagt worden, wobei die eigentliche Misere genau genommen schon ihren Lauf nahm, als der Außerdienststellung der M/S Helgoland (ex "Alte Liebe") postwendend der Kurbelwellenbruch der "Atlantis" folgte und der Verkehr auf dieser Linie aus den Fugen geriet. Die Gründe reichen also schon weiter zurück, und so kann man davon ausgehen, daß 2007 ohnehin nur noch die Fahrgäste über Bremerhaven anreisten, für die sowieso außer Frage stand, daß sie nach Helgoland fahren wollten. Man kann also annehmen, daß es sich bei diesen Reisenden eher um regelmäßig wiederkehrende Gäste handelt, die größtenteils auf andere Linien ausweichen werden und der Insel somit nicht abhanden kommen. Die Fahrt von Spiekeroog wurde im Jahr 2007 nur ein einziges Mal durchgeführt, so daß die Einstellung dieser Verbindung bei der Fahrgastbetrachtung vernachlässigt werden kann. Ich rechne daher im Jahr 2008 insgesamt mit nicht noch weiteren größeren Rückgängen bei den Tagesbesucher- und Urlauberzahlen. Auf der anderen Seite haben sich bei den erhalten gebliebenen Verbindungen keine offensichtlichen Verbesserungen ergeben bzw. es sind keine neuen Verbindungen hinzugekommen oder wiederbelebt worden. Somit sind auch keine entscheidenden Fahrgastzuwächse gegenüber dem Vorjahr zu erwarten, was aus meiner Sicht bei einem durchschnittlichen Sommer auf 300.000 bis 325.000 Personen bei den Tagesgästen hinauslaufen wird. 

 

 

Archiv: News aus dem 2. Halbjahr 2007

 


© 2008  Alexander David

    Letzte Aktualisierung: 14.09.2008